Mittwoch, 2. November 2016

Allerheiligen

Allerheiligen

Allerheiligen, Allerseelen
dem Mut, dem Trost, dem Heil gewidmet
Heilig, dreifach sogar
an düsteren Novembertagen
an Grabstätten vorbei
durch gelbe, weiße, rosa Blumen
wandeln viele
doch nicht alle
Allerheiligen müde Seelen
die Blätter fallen von den Bäumen
bedecken das Gras zwischen den Gräbern
aller Heiligen und aller Seelen
die nicht mehr unter uns sind
und trotzdem da
niemals verloschen
in Mut, Trost und Heil
ein Sonnenaufgang im Nebel
feine tropfen umschweben mein Gesicht
heller wird es außen
und wärmer innen drinnen
zwischen den Gräbern, auf dem Laub
das von den Bäumen gefallen ist
zwischen den Blumen hindurch
rosa, weiß und gelb
lasst uns ein Fest feiern
zum Gedenken an alle Heiligen
alle Seelen
und lasst uns stark sein
dass all ihre Präsenz uns nicht übermannt
über dem Laub
sondern uns Trost gibt und Mut und Heil
Alle Heiligen, Allerseelen
mitunter bedrückt es mich
dass viele nicht mehr da sind
doch sehe ich die Blätter, die Blumen
den Nebel, das Licht
ich spüre sie, die Millionen
ganz nah bei mir
und doch nicht bedrohlich
eher beschützend
und sie spenden Mut, Trost und Heil
Ich gehe nach Hause
und alle Seelen aller Heiligen
kommen mit mir
und bleiben doch auch dort

wo sie noch hin gehören.

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